Theaterbesuch der Q1 in Köln

Am 25.2.26 sind die Grundkurse der Q1 von Frau Holtkamp, Herrn Altschaffel sowie Herrn Koch als Exkursion nach Köln gefahren, um sich ein Theaterstück zum Drama „Der zerbrochne Krug“  nach Heinrich von Kleist anzusehen. Nach einer frühen Anreise mit Bus oder Auto trafen wir uns alle um 8:15 Uhr am Mönchengladbacher Hauptbahnhof. Nach einer kurzen Besprechung ging es für uns schon in den Zug. Nach einer etwa 45‑minütigen Fahrt zum Kölner Hauptbahnhof und einem kurzen Fußmarsch waren wir auch schon im Horizont Theater in Köln angekommen.

Weiterlesen…

Das Stück begann damit, dass die Schauspieler Kommentare zur Gerichtsverhandlung abgaben, als ob sie in der heutigen Zeit stattfinden würde. Danach folgte die Handlung größtenteils der chronologischen Reihenfolge des Dramas. Zwar blieb die Geschichte weitgehend erhalten, jedoch wurde besonders die Sprache teilweise angepasst. Viele Sätze waren noch in älterer Sprache formuliert, insgesamt wurde das Stück aber verständlicher dargestellt.

Was sich ebenfalls von der Dramenvorlage unterschied, war, dass das Stück im Theater nur von vier Schauspielern gespielt wurde. Einige von ihnen übernahmen dabei zwei oder sogar mehrere Rollen. So spielte zum Beispiel die Person, die Licht darstellte, auch die Rolle des Ruprecht. Auch die Schauspielerin von Eve übernahm zusätzlich eine weibliche Version der Figur Walter.

Außerdem wurde das Stück für die Bühnenfassung deutlich gekürzt und an einigen Stellen anders gestaltet. Einige Szenen wurden verändert oder neu interpretiert. In einer besonders eindringlichen Szene wurde während der Gerichtsverhandlung angedeutet, wie Adam seine Macht gegenüber Eve missbraucht. Diese Inszenierung wirkte auf viele Zuschauer sehr drastisch und sorgte für eine beklemmende Atmosphäre im Theater.

Auch das Ende der Aufführung unterschied sich von der ursprünglichen Vorlage. Adam wird in dieser Inszenierung früher entlarvt und flieht. Gleichzeitig wird am Ende angedeutet, dass er später vor einem höheren Gericht sogar freigesprochen wird. Dadurch erhält die Geschichte eine zusätzliche, eher kritische Perspektive auf Macht und Rechtsprechung.

Nach dem Stück durften wir uns frei in Köln aufhalten. Als wir einige Schüler fragten, wie sie das Theaterstück fanden, sagten viele, dass es ihnen sehr gut gefallen habe. Am Freitag darauf haben wir uns im Unterricht noch einmal darüber unterhalten und besprochen, wie wir das Stück persönlich wahrgenommen haben und welche Unterschiede uns im Vergleich zum Original aufgefallen sind.

Marlon Brauwers und John Optenplatz