Tag 1 – Buonasera und Buongiorno









Geneigte Leserschaft,
dies ist die aufregendste Saison! Es ist mir ein ganz besonderes Vergnügen, Ihnen vom heutigen Auftakt einer höchst bemerkenswerten Fahrt berichten zu dürfen! Auch dieses Jahr sucht das Gymnasium St. Wolfhelm in den Bergen das Juwel der Saison. Wer wird dieses Jahr durch sein oder ihr Können die Lehrerschaft beeindrucken?
Bevor unsere Reisegesellschaft überhaupt einen Fuß auf bergigen Boden setzen durfte, lag eine nicht unerhebliche Prüfung vor uns: eine zwölfstündige Kutschfahrt moderner Art, auch bekannt als Busreise. Und man mag es kaum glauben – sie verlief nahezu skandalfrei.
So erreichte man die Berge zwar etwas steif in den Gliedern, doch unversehrt an Geist und Gemüt. Schon bei der Ankunft offenbarte sich ein Schauspiel feinster Natur: majestätische Gipfel, die schweigend über das emsige Treiben unserer Reisegesellschaft wachten.
Die Reisegesellschaft erfreute sich bereits an einer Führung durch den Ort des Geschehens – Trafoi – und wartet nun sehnsüchtig auf die Speisung im Festsaal. Man munkelt, es werde Pasta gereicht.
Kenner*innen wissen bereits, dass heute die Ski vorbereitet werden für die anstehende Saison – es bleibt spannend!
Bleiben Sie uns zugewandt und seien Sie gespannt auf weitere Neuigkeiten!
Ihre Ladyschaften Mountainwhispers









Werte Leserschaft,
abendliche Grüße senden wir Ihnen aus dem verschneiten Trafoi. Wie Sie sicherlich den Bildern entnehmen konnten, geht es allen gut. Jeder Fuß fand einen passenden Skischuh und die Skier sind eingestellt und gewachst! Nun können wir es kaum erwarten, denn wie wir alle wissen: Der morgige Tag bringt stets neue Enthüllungen!
Hochachtungsvoll,
Ihre ergebenen Beobachterinnen der Abendstunden
Tag 2 – Ab auf die Piste!






Geneigte Leserschaft,
Sicherlich warten Sie schon sehnsüchtig auf den heutigen Bericht aus den Bergen, nun wollen wir Sie nicht länger auf die Folter spannen.
Ausgeruht und gut verpflegt starteten wir in den Tag – da wussten wir ja noch nicht was uns erwartet!
Das Wetter selbst schien zunächst unentschlossen: ein bedeckter Himmel, der seine Geheimnisse nur zögerlich preisgab.
Doch, wie es sich für einen gelungenen Skitag gehört, enthüllte sich schließlich ein strahlender Sonnenschein, der die ohnehin vortrefflichen Schneebedingungen in vollem Glanz erstrahlen ließ. Pulverig, griffig, nahezu makellos – der Schnee war, wie man sagt, eine wahre Einladung zum Vergnügen.
Wie entzückend war es doch zu beobachten, wie alle Kinder gut ausgerüstet und frohen Mutes auf den Pisten eintrafen. Unter höchstprofessioneller Betreuung erlernten die jungen Menschen erste Fertigkeiten oder verfeinerten ihr bereits vorhandenes Können. Jeder Schwung war ein stiller Beweis dafür, dass wahres Glück bisweilen auf zwei schmalen Brettern zu finden ist. Wie herrlich, dass unsere Anfänger binnen weniger Abfahrten bemerkenswerte Fortschritte erzielten!
Aber kommen wir nun zu den wirklich brisanten Themen. Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass selbst fernab der Pisten ein Wettbewerb von nicht geringer Brisanz entbrannte: der Zimmeraufräumwettbewerb. Mit erstaunlichem Ehrgeiz – man möchte fast sagen taktischem Kalkül – wurden Handtücher gefaltet, Schuhe in Reih und Glied gebracht und Betten geglättet, als hinge der gesellschaftliche Rang davon ab.
Nun denn – Ein Spieleabend krönte unseren Tag, bei dem Lachen, ehrgeizige Blicke über Spielkarten hinweg und kleine Triumphe mindestens ebenso heiß diskutiert wurden wie die Erfolge auf der Piste und beim Zimmeraufräumen.
Bleiben Sie uns weiterhin geneigt!
Bis dahin wünschen wir Ihnen eine gute Nacht.
Ihre Ladyschaften Mountainwhispers









Tag 3 – Wir erobern den Hang






Geneigte Leserschaft,
es ist mir eine außerordentliche Freude, Ihnen von unserem zweiten Skitag berichten zu dürfen. Auch am heutigen Tage zeigte sich der Himmel in seiner wohlwollendsten Laune: strahlender Sonnenschein, ja man möchte fast von kaiserlichem Wetter sprechen, begleitete unsere Reisegesellschaft durch den Tag und ließ die Berge in stolzer Erhabenheit glänzen.
Besonders erwähnenswert sind jene mutigen jungen Damen und Herren, die heute neue Gefilde erklommen und sich mit bemerkenswerter Kühnheit an teils steile Abfahrten wagten. Der Anfängerhügel gehört für sie nun der Vergangenheit an. Mit wachsender Sicherheit, einer Prise Wagemut und nicht zu übersehenden Erfolgserlebnissen glitten sie talwärts – begleitet von strahlenden Augen, die mehr sagten als tausend Worte.
Doch auch in den flacheren Regionen blieb der Fortschritt keineswegs aus. So lässt sich mit Freude beobachten, wie die Fähigkeiten der Technik, Gleichgewicht und Vertrauen in die neue Kunst des Gleitens von Stunde zu Stunde wachsen. Gewiss, wenige Einzelne haben sich mit dieser ungewohnten Fortbewegungsart noch nicht vollends angefreundet – doch sei versichert: Dies wird der Motivation ihrer erfahrenen Lehrkräfte keinen Abbruch tun.
Nach all den Anstrengungen des Tages wird der Abend nun in wohliger Ruhe ausklingen: Ein gemeinsamer Kinoabend verspricht Entspannung, ehe die nächtliche Ruhe Einzug hält. So blicken wir voller Vorfreude auf den kommenden Skitag im hiesigen Gebiet Trafoi, bevor sich die unerschrockenen Lernenden schon bald in ein neues, bislang unbekanntes Skigebiet vorwagen werden. Man darf gespannt sein, welche Geschichten der Schnee morgen für uns bereithält.
Bleiben Sie gespannt und uns geneigt!
Ihre Ladyschaften Mountainwhispers






Tag 4 – Neue Herausforderungen in Trafoi






Geneigte Leserschaft,
was freue ich mich, Ihnen die neueste Kunde vom Berge mitteilen zu dürfen. Man munkelt in Trafoi, dass es bisher keine Verletzungen in der Reisegesellschaft gibt. Weiter noch darf ich verkünden, dass an diesem Tage zahlreiche Anfängerinnen und Anfänger zum allerersten Male das erhabene Panorama aus luftiger Höhe erblickten – ein wahrhaft feierlicher gesellschaftlicher Aufstieg! Manch zaghaftes Herz klopfte schneller, doch der Stolz überwog, sobald der erste Schwung gelungen war.
Nicht ohne kleine Strapazen blieb allerdings der buchstäbliche Weg nach oben: Der Schlepplift, jenes altbewährte Prüfungsinstrument der Geduld, forderte seinen Tribut. Einige Kinder wählten kurzerhand gezwungenermaßen den Weg zu Fuß – ein entschlossener Marsch durch den Schnee, begleitet von roter Nase, aber erhobenem Hauptes. Denn wie wir wissen: Charakter formt sich selten im Leichten.
Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite, als habe es eigens beschlossen, diesem Tage Glanz zu verleihen. Strahlender Sonnenschein, frische Luft und ausgelassener Spaß machten jede Mühe vergessen. Im Fokus des fortlaufenden Tages stand für die Skilehrerinnen und Skilehrer die Gelegenheit, sich gegenseitig fortzubilden – aufmerksam beobachten, erklären, und verbessern –, ganz so, wie es sich für eine vorbildliche Gesellschaft gehört.
Dies bedeutete im Umkehrschluss für die Kinder: ein freier Nachmittag in der Residenz! Welche freudiges Geschrei tönte doch durch die Flure unserer Hallen – und nein ich übertreibe nicht. Sind die Lehrkräfte mal außer Haus, da tanzen die Kinder auf den Tischen. Den Abend genoßen wir dann wieder in ruhigerer Atmosphäre und bereiteten unser anstehendes Abenteuer am Gletscher in Sulden vor. Als die Gespräche leiser wurden, versammelte man sich zu einem Umweltabend – ganz im Sinne einer aufgeklärter Gesellschaft. So erfuhren wir mit wachem Blick nicht nur die Vor- und Nachteile des Skifahrens, sondern wurden auch zum Nachdenken anregt.
Bleiben Sie uns wie immer geneigt!
Ihre Ladyschaften Mountainwhispers









Tag 5 – Servus Sulden









Geneigte Leserschaft,
Es ist mir ein Fest Ihnen freudige Kunde mitteilen zu dürfen! Ein weiter Tag im Schatten des Ortlers neigt sich dem Ende zu. Wie wunderbar war es Sulden zu erkunden – und wie es sich für einen Ort von solcher Erhabenheit gehört, präsentierte er sich heute als Bühne großer Eindrücke und noch größerer Begeisterung. Unsere Schülerinnen und Schüler glitten mit leuchtenden Augen über die weitläufigen Pisten, entzückt von deren Qualität und jenem ganz besonderen Gefühl, das nur ein Tag hoch oben im Gebirge zu schenken vermag. Man konnte kaum übersehen: Hier wurde nicht nur Ski gefahren, hier wurde Leidenschaft entfacht.
Mit wachsender Sicherheit wurden die Kanten angesetzt – man munkelt einige unserer Kinder können Carven! Als stille Beobachterinnen konnten wir erkennen: die Schwünge wurden runder, die Linien sauberer – und so mancher Blick verriet den Moment, in dem Technik plötzlich zum Genuss wurde. Gleiches gilt für die Gruppe der Fahranfänger – Sulden weckte ein Leuchten in ihren Augen.
Neben der Piste fand ein weiteres spaßiges Beisammensein statt: die Schneechallenge. Dabei war die nicht fahrende Gesellschaft geladen knifflige Rätsel und thematisch passende kleine Aufgaben im Schnee zu lösen. Wie schön verlauten zu lassen, dass alle vor Freude strahlten.
Zunächst zeigte sich die Sonne von ihrer großzügigsten Seite, tauchte den Gletscher in gleißendes Licht und ließ jede Abfahrt wie einen kleinen Triumph wirken. Später jedoch senkte sich der Nebel herab – geheimnisvoll, beinahe dramatisch –, als wolle er daran erinnern, dass selbst die schönsten Tage ihre Wendungen nehmen. Doch die Stimmung? Unerschütterlich.
Und mehr noch – die Vorfreude auf morgen liegt spürbar in der Luft, wie ein unausgesprochenes Versprechen auf weitere Abenteuer. Man darf also gespannt sein, was der nächste Tag enthüllen wird. Aber zunächst werden wir uns im Dunkeln der Nacht auf eine gemütliche Wanderung begeben und den Tag besinnlich ausklingen lassen.
Es gilt wie immer, bleiben Sie uns geneigt!
Ihre Ladyschaften Mountainwhispers












Tag 6 – Zwischen Himmelblau und Mittelstation






Geneigte Leserschaft,
welch glanzvoller Tag sich erneut über den Hängen entfaltete! Das Wetter zeigte sich von seiner nobelsten Seite und weckte in unserer Reisegesellschaft erneute Vorfreude.
Mit bewundernswerter Entschlossenheit wurden die Fahrkenntnisse vertieft, Schwünge präzisiert und Techniken verfeinert, als hätte man sich heimlich mit den Musen des Winters verabredet. Verschiedene Pisten wurden neu erfahren – ach was sage ich – nicht bloß erfahren, sie wurden erobert! Mal weit und fließend, mal steiler und fordernder empfingen uns die Pisten erneut. Mit Freude und gerne auch Tempo fuhr unsere Reisegesellschaft die Hänge hinab, stets jedoch mit jener Mischung aus Respekt, die wahren Fortschritt begleitet.
Besonders bemerkenswert: Viele Gruppen wagten die anspruchsvolle Fahrt zur Mittelstation – eine Strecke, die Können, Konzentration und eine gute Portion Mut verlangt. Unterschiedliche Geländeformen stellten ihre ganz eigenen Herausforderungen bereit, doch sie wurden mit Sicherheit gemeistert! So darf ich also verlauten lassen, dass heute ein durchaus erfolgreicher Tag war.
Unsere Reisegesellschaft freut sich nun besonders auf den morgigen Tag, denn da munkelt man, dürfen die Hänge in Trafoi in Kleingruppen befahren werden.
Wir hoffen auf eine geruhsame Nacht, bleiben Sie uns – wie immer – geneigt.
Ihre Ladyschaften Mountainwhispers






Tag 7 – Das große Finale






Geneigte Leserschaft,
bevor sich der Vorhang über eine ereignisreiche Woche senkt, war es unserer Gesellschaft noch vergönnt, einen letzten Tag auf der Piste in Trafoi zu verbringen. Das Wetter – launisch wie eine Debütantin in ihrer ersten Saison – zeigte sich in mannigfaltiger Gestalt. Nebel, Sonne und Schneeflocken wechselten sich rege ab.
Am heutigen Tage wurde unsere geschätzte Gesellschaft in kleinen, wohlgeordneten Gruppen auf den Hang entsandt. Unter den wachsamen Augen der Skilehrkräfte widmeten sie sich eigens auf die Fertigkeiten ausgelegten Übungsaufgaben. Mit Fleiß, Mut und bewundernswerter Ausdauer feilten sie an Technik und Haltung, übten Kurven, stoppten mit Eleganz und bewiesen ihre gewonnene Sicherheit auf den Brettern.
Doch, geneigte Leserschaft, ein sonderbares Schauspiel trug sich zu! Man könnte beinahe meinen, wilde Tiere hätten Besitz von der Piste ergriffen. Tiger zogen ihre Streifen durch den Schnee, Löwen brüllten (mitunter vor Lachen), Bären, Giraffen und Elefanten präsentierten ungeahnte Fähigkeiten – und selbst ein Axolotl ward gesichtet! Man munkelt, dieses tierische Treiben stehe in Zusammenhang mit einem heimatlichen Brauchtum, das selbst in der Ferne mit Hingabe gepflegt wird. Näheres bleibt Gegenstand angeregter Spekulationen.
Der Skitag war ein voller Erfolg. Mit großer Freude konnte beobachtet werden, wie die jungen Skifahrer und Skifahrerinnen verantwortungsbewusst und zunehmend selbstständig ihre neu erworbene Sicherheit auf der Skipiste auskosteten. Den wachsamen Beobachtern fiel zudem mit Rührung auf, dass sie in besonderer Weise aufeinander Acht gaben: Die Erfahreneren reichten den Anfängerinnen und Anfängern hilfreiche Tipps, unterstützten mit Geduld und spornten mit aufmunternden Worten an. Ein wahrhaft edles Miteinander!
Den krönenden Abschluss dieser überaus erfolgreichen Woche bildet ein bunter Abend voller Darbietungen, Spiele und heiterer Einlagen. Mit großem Engagement haben die begleitenden Oberstufenschülerinnen gemeinsam mit den Jüngeren ein Programm vorbereitet, das der Reise einen glanzvollen Schlusspunkt verleiht. Ihnen gebührt unser aufrichtiger Dank, denn ohne ihren Einsatz wäre so mancher Höhepunkt nicht möglich gewesen.
Und obgleich noch Lachen durch die Gänge hallt und die letzten Stunden in den Bergen gezählt werden, so wurden bereits die Busse für die Heimreise gesichtet. Alles ist wohl vorbereitet, sodass ein reibungsloser Ablauf gewährleistet scheint. So sehr die Erlebnisse in der Ferne das Herz erhoben haben, so wächst nun doch die Vorfreude auf die Heimat. Mit einem Koffer voller Erinnerungen und einem Herzen voller Geschichten wappnet sich unsere Reisegesellschaft für die lange Fahrt – bis endlich die Liebsten wieder in die Arme geschlossen werden können.
Bleiben Sie uns geneigt und verfolgen Sie weiterhin, wie sich unsere Reisegesellschaft zurück auf den Weg machen wird.
Ihre Ladyschaften Mountainwhispers





Tag 8 – Abfahrt und Auf Wiedersehen






Geneigte Leserschaft,
unsere Reisegesellschaft befindet sich nun auf dem Rückweg aus dem schönen Trafoi ins heimische Schwalmtal. Vor uns steht eine lange Rückreise, aber natürlich halten wir Sie auf dem Laufenden, was Ankunftszeit und weitere Neuigkeiten angeht.
Wir haben unseren ersten Stopp erreicht – die Reisegesellschaft stärkte sich genüsslich im Restaurant zur golden Möwe und beim König der Burger.
Nach aktueller Schätzung wird unsere Reisegesellschaft Waldniel um etwa 20:00 Uhr erreichen. Bisher läuft es weiter gut, wir haben gerade unsere letzte Pause beendet und fahren nun vorfreudig weiter.
Deshalb bleiben Sie uns gewohnt geneigt!
Ihre Ladyschaften Mountainwhispers
PS: Wir möchten uns bei Ihnen recht herzlich bedanken, dass Sie unseren Blog so eifrig verfolgten und uns stets geneigt blieben. Wer sich hinter unserem Pseudonym versteckt bleibt weiter unser Geheimnis, aber wir geben Ihnen diesen kleinen Hinweis …

