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Lage in Nordrhein-Westfalen





Das St. Wolfhelm-Gymnasium in Schwalmtal, Ortsteil Waldniel, liegt in dem niederrheinischen Kreis Viersen, einem der westlichsten Kreise Deutschlands.
Die Gemeinde Schwalmtal entstand aus der Neugliederung der Kreise und Städte in Nordrhein-Westfalen anfangs der 70er Jahre. Schwalmtal besteht aus dem größeren Ort Waldniel (etwa 14.000 Ew) und den kleineren Ortsteilen Amern und Dilkrath. Die nächste größere Stadt ist Mönchengladbach, knapp elf Kilometer entfernt. Bis zu der Landeshauptstadt Düsseldorf sind es knapp 43 km, bis Köln 65 km; die nächste größere niederländische Stadt ist Roermond an der Maas (etwa 23 km), bis Venlo (NL) sind es etwa 26 km.

Geschichte der Schule


Die ehemalige Gemeinde Waldniel hatte im 19. Jahrhundert eine sogenannte Rektoratsschule, aus der später ein Progymnasium entstand. Man erwarb dort die sogenannte "Mittlere Reife", d.h. den Abschluß nach der Klasse 10. Diese Schule war in einem kleinen Schulgebäude, einem typischen Klinkerbau aus den 30er Jahren, untergebracht. Nach dem II. Weltkriege wuchsen die Schülerzahlen erheblich; bis dahin waren die Absolventen des Progymnasiums nach der JgStufe 10 auf die Gymnasien in dem nahen Mönchengladbach gewechselt, um dort das Abitur zu bestehen.

In den 60er Jahren entstand das heutige Gymnasium; es war von Anfang an als vierzügiges neusprachliches Gymnasium geplant und wurde ab 1969 mit den Klassen 5 - 13 in Betrieb genommen. Der erste Schulleiter war Oberstudiendirektor Dr. Achim Besgen, der maßgeblich an der Gründung und der Planung des neuen Gymnasiums beteiligt war. Bemerkenswert dabei ist, dass Dr. Achim Besgen als einziger katholischer Geistlicher Schulleiter eines Gymnasiums in öffentlicher - nicht privater! - Trägerschaft war.

Der Namen der Schule geht auf den 1091 gestorbenen Abt Wolfhelm der Abtei Brauweiler bei Köln zurück. Einer eher als frommen Legende anzusehenden Geschichte nach sei Wolfhelm zunächst ein frommer Einsiedler gewesen und habe in den weiten Wäldern unserer Gegend gewohnt.

Dr. Achim Besgens Nachfolger wurde Hans-Peter Knauf (+), ein evangelischer Theologe. Seit 2001 leitet Frau Barbara Cloeters die Schule, übrigens gehört sie zu einem der ersten Abiturientenjahrgänge dieser Schule.


Die Schule heute

Sprachen

Die Enttypisierung der Gymnasien durch die reformierte Oberstufe in Nordrhein-Westfalen ab Anfang der 70er Jahre machte aus dieser Schule ein inder Regel vierzügiges Gymnasium, dessen Einzugsgebiet der südwestliche Kreis Viersen von der Bundesgrenze bis hin zu den westlichen Stadtteilen der Stadt Mönchengladbach reicht. Das ursprüngliche Angebot neusprachlicher Gymnasien mit Englisch - Latein - Französisch als Sprachen änderte sich im Laufe der Zeit, so unterrichten inzwischen hier drei Lehrer und eine Lehrerin das Fach Italiensch. Das Fach Niederländisch fand trotz der Grenznähe unerwartet zu wenig Zuspruch und wird nicht mehr angeboten.

Naturwissenschaften

haben einen deutlichen Zulauf: Seit je gab es Leistungskurse in Biologie, seit vier Jahren kontinuierlich auch in Chemie und Physik. In den beiden letzten Jahren wurden die Fachräume in den Naturwissenschaften völlig entkernt und nach den allerneusten Erkenntnissen eingerichtet. Sie bieten
damit Arbeitsmöglichkeiten auf der Höhe der Zeit. Das gilt auch für einen einen Fachraum für Informatik und einen Medienraum, jeweils mit Computer-Arbeitsmöglichkeiten für eine ganze Klasse. Außerdem gibt es in der Oberstufenbibliothek mit etwa 15.000 Bänden einen abgetrennten Arbeitsraum mit vier PCs zur fachgebundenen Internetrecherche.

( geschrieben am 3. 12. 07 von Dr. H. Feilke )