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Kinderchor auf großer Fahrt

Vom 19. - 22. Januar 2011 fuhren der Kinderchor und das Orchester gemeinsam auf eine aufregende Probenfahrt in die Eifel. Es begann eine stimmungsvolle Probenzeit, die für viele jetzt noch in schöner Erinnerung geblieben ist. Das Abenteuer startete mit einer zweistündigen Busfahrt. Kurz vor Prüm kam dann die große Überraschung: Tatsächlich lag dort noch Schnee!
Um 14:15 Uhr kamen wir endlich in der Jugendherberge an. Doch dort erwartete uns noch eine viel größere Überraschung: Die Zimmer waren ein Traum. Sie waren sehr geräumig. Manche Zimmer waren mit einer 2. Etage ausgestattet. Eine Holztreppe führte dorthin, wo noch 2 weitere Betten standen. Große Fenster und ein Balkon waren im unteren Geschoss aufzufinden.
Die Sonne schien und so hatte jeder die nötige Motivation, um einen klangvollen Nachmittag zu veranstalten. Doch als erstes wurden uns die Hausregeln bekannt gemacht. Dann wurde uns endlich die Tür zu unseren Probenraum namens " Karl der Große" geöffnet. Wir probten fleißig, und gingen alle Lieder durch. Zum Glück gab es stets bereitgestellte Getränke, denn beim Singen bekommt man ziemlich schnell Durst.
Um 18:30 Uhr gab es dann Abendessen. Danach stand uns der restliche Abend zur Freizeit zur Verfügung. Frau Lobmeyr und Frau Jansen kamen noch einmal zur Zimmerkontrolle, aber bis so richtig Ruhe einkehrte verging noch einige Zeit.
Natürlich kümmerten sich die Lehrer auch um Heimweh und andere Sorgen. Schließlich waren wir alle müde. Aber ein paar Lebenslustige tollten immer noch in den Fluren herum, als schon lange Bettruhe war.
Am nächsten Morgen wachten wir auf und gingen um 8:00 Uhr zum Frühstück in den Speisesaal. Dort konnte man sich am Buffet mit Saft, Brötchen und Kakao bedienen.
Um 9:00 Uhr sang sich der Kinderchor zunächst ein, während die Tänzer unter der Leitung von Angela Teubner zu den Stücken "Chim Chim Cheree" und " The lion sleeps tonight" bis 9:45 Uhr Tanzproben hatten.
Zwischen den vielen Gesamtproben, mit allen Chormitgliedern gab es natürlich auch Pausen, in denen man z.B. den Spielekeller nutzen oder an der Rezeption Spiele ausleihen durfte.
Nach diversen Proben, darunter auch Einzelproben für die Solisten aus "Lampenfieber" und "Supercallifragilistischexpialigorisch", folgte eine große Probe mit Orchester und Combo. Für viele Kinder war es ein ganz neues und aufregendes Gefühl, mit so vielen Musikern gemeinsam Musik zu machen. Da spürte man so ein richtiges Kribbeln im Bauch.
Nach dem Abendessen und einer letzten Probe bekamen wir unseren wohlverdienten Schlaf.

Am 3. Tag begann die erste Chorprobe mit der Combo, welche uns bei den Konzerten immer unterstützt. Danach kamen die Stellproben. Mit 70 Kindern in einem 76 qm großen Raum Stellproben durchzuführen ist wahrlich eine Herausforderung gewesen. Jedem Kind wurde ein genauer Platz zugewiesen. Nach Größe und Stimmlage geordnet versuchten wir, die Situation auf der Bühne möglichst echt nachzuspielen. Außerdem musste genau geklärt werden, wer bei der Aufführung wann die Bühne betritt. Das war ziemlich anstrengend, aber für unseren Auftritt unbedingt notwendig!
Der Schnee bedeckte noch immer die Landschaft.
Um 20:00 Uhr gab es die letzte Probe. Wir simulierten den großen Auftritt. Der Kinderchor war begeistert von den Ergebnissen des Orchesters, des Bläserkreises und der Jazz Combo. Es bildete sich sogar ein kleiner Fanclub. Aber auch der Kinderchor erhielt einen kräftigen Applaus von den "großen Musikern" aus dem Orchester. Müde schliefen wir am späten Abend ein.

Viel zu schnell war am 4. Tag das große Abenteuer schon fast vorbei. Nach dem Frühstück packten alle ihre Koffer. Viele waren zwar froh darüber ihre Eltern und Geschwister zu sehen, andere vermissten jedoch schon bald die wunderschöne Jugendherberge.

Um 10:00 Uhr fuhr der Reisebus samt den Musik-AGs ab. Es ging allerdings nicht in Richtung Waldniel, sondern nach Aachen. Vorab konnte man sich in verschiedene Führungen eintragen. Wir konnten wählen zwischen: 1. Sagen, Märchen und Legenden, 2. Anekdoten und Geschichten, 3. Schatzkammer im Dom und 4. der Klassischen Altstadtführung. Natürlich können wir nur unsere eigene Meinung vertreten, wenn wir sagen, dass uns unsere Führung über Anekdoten und Geschichten sehr gut gefallen hat. Wir gingen durch Aachen, während uns eine junge Frau alles über diese spannende Stadt erzählte. Wir besichtigten unter anderem verschiedenste Brunnen und Statuen. Gespannt lauschte jeder den Sagen über die wundersamen Warmwasserquellen und Karl den Großen. Die wunderschöne Reise in die Vergangenheit fand bei leichtem Nieselregen am Dom ihr Ende. Nach diesen aufregenden Führungen konnte man 45 Minuten frei nach Lust und Laune herumlaufen.
Von der Müdigkeit und Anstrengung der letzten Tage, war im Reisebus jedoch nichts mehr zu bemerken, denn sobald der CD-Spieler lief, wurde freudig zu den Liedern des darauf folgenden Konzertes geträllert.


Der große Auftritt


Am Freitag, dem 28. Januar war es dann endlich soweit. Wir waren zwar sehr aufgeregt, aber auch hoch konzentriert. Frau Lobmeyr ermutigte uns immer wieder, so dass wir schließlich frohen Mutes die geschmückte Bühne der Achim-Besgen-Halle betraten.
Bis auf einen kleinen Fehler am Anfang unseres letzten Liedes, verlief alles reibungslos. Die Zuschauer und wir waren begeistert.
Besonders gut gefiel den Zuschauern und auch uns, die Tanzeinlagen zu unseren Liedern.
Am Samstag, dem 29. Januar, waren alle Chormitglieder noch aufgeregter, da ein besonderes Lied, für den Abschied von Herrn Gelnar, aufgeführt werden sollte.
Dieses Lied hatte Frau Lobmeyr eigens zu der Melodie von "Marmor, Stein und Eisen bricht" verfasst. Und so verabschiedeten wir einen netten Lehrer mit Keksen, Gummibären, einer Luftgitarre, einem tollen Song, und den allerbesten Wünschen.
Alles in allem war der Kinderchor und auch Frau Lobmeyr mit den Auftritten sehr zufrieden.
Nun freuen wir uns schon wieder auf das nächste Konzert.

von Julia Prager & Elea Erdmann