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Unsere
Klassenfahrt nach Lenggries in Oberbayern
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die Klasse 10b, haben uns am 25. August auf den Weg nach Lenggries
per Zug gemacht. Am Montagmorgen traf man sich schon um 5:45
Uhr am Bahnsteig in Mönchengladbach, wo alle nach und
nach schlaftrunkend eintrudelten. Nach einer angenehmen Fahrt
von sieben Stunden und zwei Umstiegen kamen wir in Lenggries
am Bahnhof an, wo uns ein Bus den Weg zur Jugendherberge von
10 Minuten ersparte. Nach der Ankunft an der Jugendherberge
ging es erst einmal auf die Zimmer und dann machte sich jeder
auf Erkundungstour durch das Gelände. Man kaufte Proviant
und spielte bis in die Nacht Tischtennis, Fußball oder
Volleyball. Am nächsten Morgen trafen wir schon früh
auf unsere Rafting-Guides, welche uns sicher durch die folgenden
Stunden brachten. Zuerst ging es zur Raftingschule, bei der
wir unsere schicken Anzüge bekamen. Nach gegenseitigem
Begutachten und zahlreichen Gruppenfotos ging es zum Isarufer.
Dort mussten die Boote zum Wasser getragen werden und wir
bekamen eine kleine Einführung in die Dinge die man nicht
machen sollte und in die Dinge die man unbedingt tun sollte.
Frei nach dem Motto: Vor der Praxis kommt die Theorie. |
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Nach dieser
kleinen Lehrstunde ging es aber immer noch nicht auf die Isar,
denn die Anzügen mussten ja noch nass gemacht werden, dass
heißt: Alle ins 8 °C kalte Wasser!! Endlich ging es
los, alle in die Boote und ab ging die Luzie. Doch nach ca. 20
Sekunden lagen die Ersten auch schon wieder im Wasser und versuchten
nach kurzem Treiben vergeblich wieder ins Boot zu gelangen. Nachdem
jeder ein paar Mal im Wasser geschwommen war, fuhren wir auf einen
Wasserfall zu. Doch vorher bekamen wir noch einmal am Ufer Hinweise,
wie wir uns zu verhalten haben. Zum Beispiel: "Wenn du rausfällst,
reiß keinen mit und stoß dich so weit wie es geht
vom Boot weg, damit es nicht über dich fährt. Es könnten
auch einige große, dicke Steine auf deinem Weg nach unten
geben!!"
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Danach
ging es einzeln den Wasserfall herunter, das Boot wurde wieder
hochgeschleppt und es ging noch mal von vorne los. Als alle
genug hatten forderten unsere Guides uns zum Wildwasserschwimmen
auf. Dabei wurden alle hintereinander in die Gischt geworfen,
wobei man keine Ahnung hatte wo man jetzt landen würde
und wie lange man unter Wasser sein würde, doch irgendwann
kam man mit Hilfe der Schwimmweste nach ca. 20 Metern wieder
an die Oberfläche. Jetzt musste man sich aber noch orientieren
und danach noch gegen die Strömung ankämpfen um
wieder ans Ufer zu gelangen. Es ging in die Boote und weiter.
Alle wurden wieder herausgeschuppst, wieder hereingezogen
und das zog sich die ganze Fahrt über hin, was riesig
Spaß machte. Zwischendurch fand man auch ein Boot, wo
nur noch zwei Schüler ohne Rafting-Guide durch die Landschaft
schipperten, aber auch Boote, in denen man sich mit 10-12
Leuten + 2 Rafting-Guides versuchte gegenseitig ins Wasser
zu stoßen. Nachher machten wir noch einmal einen kleinen
Halt: Zum Wildwasserschwimmen!! |
Als wir dann
nach sechs Stunden in Bad Tölz angekommen waren, musste man
sich erst im Freien (!!) umziehen und dann mit der Bahn wieder
zur Jugendherberge fahren. Der zweite Tag war leider schon vorbei.
Am nächsten Morgen ging es früh los, da wir auf die
Lenggrieser Hütte wandern sollten, natürlich über
den kürzesten, aber steilsten und schwierigsten Pfad. Schon
früh merkten auch die Sportlichsten, dass dieser Weg kein
Zuckerschlecken ist. Mit der Zeit entwickelten sich immer kleinere
Gruppen und jeder ging sein eigenes Tempo oder kletterte sein
eigenes Tempo. Die Ersten erreichten die Lenggrieser Hütte
nach 1 ½ Stunden.
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Die
Letzten kamen ca. 1 Stunde später an. Oben wurde dann
eine bayerische "Apfelschorle" getrunken und ein
kleines Nickerchen gehalten. Nach 2 Stunden Ausruhen und Stärken
machte man sich auf den Abstieg bereit. Dieser erwies sich
als erfreulich einfach, doch er war auch ein ganzes Stück
länger. Nach zwei Stunden trafen die Ersten an der Jugendherberge
wieder ein und die Letzten und Verletzten wurden mit dem Taxi
abgeholt. Danach machten wir uns fertig für einen Besuch
bei den Jugendlichen aus Tjumen (Sibirien), die dort ein paar
Wochen wohnten. |
Nach anfänglichen
Hemmungen verstand man sich immer besser und am Ende so gut, dass
wir uns für den nächsten Abend gleich wieder verabredeten
und auch manche Freundschaften schlossen. Am Donnerstag fuhren
wir nach München, um die Synagoge zu besuchen und natürlich
um sich später noch weitere bekannte Gebäude in München
anzusehen oder zu shoppen, dies blieb jedem selbst überlassen.
Am Abend saßen wir noch mit den Russen am Lagerfeuer und
manche spielten wieder bis in die Nacht Tischtennis. Der nächste
Morgen hieß leider Abschied nehmen. Wir machten uns um 11
Uhr mit dem Bus auf den Weg zum Bahnhof. Auf der Rückfahrt
gab es einige Schwierigkeiten mit den Platzreservierungen im Zug,
doch wir ließen uns nicht unsere gute Laune verderben. Am
Abend trafen wir in Mönchengladbach am Bahnhof ein, wo wir
schon sehnsüchtig erwartet wurden.
Diese Klassenfahrt
schweißte uns als Klassengemeinschaft noch mehr zusammen
und keiner wird sie je vergessen.
Aileen Heister
& Julia Flüggen
Begleiter waren: Frau Christiane Boden und Dr. Herbert Feilke als Klassenlehrer.
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