Wurzel, Potenzieren

Der Rechner Squeak soll nun noch zwei weitere Funktionen erhalten, die nicht mit der Kacheldarstellung programmiert werden können: Wurzelziehen und Potenzieren. Squeak stellt für beiden Operationen entsprechende Nachrichten zur Verfügung:

Wir öffnen den Betrachter von tfausgabe und ziehen ein leeres Skript auf eine freie Stelle. Wir nennen das Skript radizieren und wechseln zur Programmtextdarstellung. Zuerst lesen wir den Inhalt des Textfeldes von Operand a aus und ordnen den Wert der Variablen a zu. Diese muss lokal zu Beginn des Programmtextes festgelegt werden. Ferner verwenden wir noch die lokale Variable wurzel, die den Wurzelwert aufnimmt. Die lokalen Variablen werden nach dem Methodennamen angegeben. Dabei werden sie durch zwei senkrechte Striche ½ ½ (Alt Gr + <) begrenzt. Als Zuweisungsoperator verwenden wir die Zeichenfolge :=.

Wurzel ziehen

Im Programmtext sind die Führungstexte (Labels) angepasst worden. Der Programmtext wird immer vor der Ausführung mit ALT-s gesichert. Ist ein Bezeichner oder eine Methode nicht richtig geschrieben worden, so macht Squeak Vorschläge für eine entsprechende Änderung. Der Knopf soll das Wurzelzeichen enthalten. Wir kopieren das Zeichen mit ALT-c aus dem Workspace und fügen es mit ALT-v in das Fenster für die Beschriftung ein. Das Werkzeug Workspace findet man bei der Klappe Werkzeuge.

Das Sonderzeichen erhalten wir durch das abgebildete Skript im Workspace. Man führt es nach Speicherung (mit ALT-s) mit der Tastenkombination ALT-p (Print it) aus.

Rechner mit Radizieren

Bei der Implementation des Potenzierens gehen wir entsprechend vor.

Potenzieren
Potenzieren im Rechner

Das Potenzieren von natürlichen Basen und nicht negativen, natürlichen Exonenten soll nun mit einer eigenen Methode programmiert werden. Ist der Exponent 0, so ist das Ergebnis der Potenz 1, im anderen Fall muss die Basis so oft mit sich selbst multipliziert werden, wie der Exponent angibt. Dies realisieren wir mit einem Intervalldurchlauf. In Squeak wird diese Intervallschleife folgendermaßen benutzt:

 n to: m do: [ :i | <Anweisungsfolge> ]

Die Bezeichner n und m stehen für die Intervallgrenzen des Intervalls, welches mit der Schrittweite 1 durchlaufen wird. Der Block beginnt mit der Blockvariablen i, die den jeweiligen aktuellen Wert beim Schleifendurchlauf aufnimmt. Für die Methode potenzieren ergibt sich in Squeak der obige Programmtext.

Potenzieren mit Intervalldurchlauf

Weitere Operationen für den Rechner Squeak sollten nun selbstständig eingearbeitet werden können. Als neues Projekt bietet sich die Erstellung eines Bruchrechners an. Viel Freude bei der Umsetzung.

Bruchrechner

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© H. J. Fels, Gymnasium St. Wolfhelm, Schwalmtal, 2007